In den letzten Spielminuten einen Punkt verschenkt

... oder sogar den Sieg?


So oder ähnlich waren die ersten Gedanken nach dem Schlußpfiff beim Auswärtsnachholspiel gegen den TuS Empelde 1.
Besonders Coach Ossi war etwas aufgebrachter als sonst und äußerte seinen Unmut mit lauten und deutlichen Worten. Angesichts der erschöpften Mellendorfer Spielerinnen sind seine Unmutsäußerungen eher nicht aufgenommen worden.
Doch kommen wir zum Spiel, netterweise hatten die Empelder unserem Wunsch um Verlegung nachgegeben und so fuhren wir am 15.11.2013 zur Empelder Spielstätte in die Barbarastr. natürlich war uns bewußt, dass es gegen den Tabellenführer geht und die bisherigen Ergebnisse zeigten uns sehr deutlich, dass dieses Spiel nicht leicht werden würde. Zumal uns die Empelder im Pokalfinale 2012/13 auf den zweiten Platz verwiesen hatten.
Wir waren also gewarnt und eigentlich auch gut vorbereitet, natürlich hätten wir uns gefreut, wenn Ron uns unterstützt hätte aber sie muss halt ihrem Studium in Köln nachgehen und steht uns eher sporadisch zur Verfügung. Das wussten wir natürlich schon vorher und müssen deswegen nicht wirklich Sorge haben, da wir eine gut funktionierende Mannschaft haben, die auch fehlende/verletzte Spielerinnen problemlos ersetzen kann.

Das Spiel begann recht schwungvoll und schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass wir uns nicht einfach so geschlagen geben würden. Unsere halbrechte Abwehrseite hatte dabei den wichtigsten Part, sie mussten die sehr agile Spielerin Sabrina W. in den Griff bekommen. Sie ist es, die durch ihre schnellen Aktionen und erfolgreichen Torwürfen, das Empelder Spiel prägt und gestaltet. Mit zunehmender Spieldauer gelang uns das auch ganz ordentlich, sie half uns aber auch dabei, weil sie sich immer häufiger in Einzelaktionen aufrieb und dementsprechend häufiger Körperkontakt mit unserer sehr aktiv spielenden Abwehr genoß. Noch vor der Halbzeit verließ sie sie etwas angeschlagen die Spielfläche. Die Torfolge der ersten Spielhälfte liest sich ganz interessant, über 1:0, 1:1, 3:3, 4:4, 11:8 bis zum 14:14 zeigt sich, dass der Tabellenführer mit uns mehr Probleme hatte als sie es sich möglicherweise gewünscht hatten. Mit dem Halbzeitpfiff stand es 15:15 und wir konnten zufrieden die Pause genießen.

In seiner Halbzeitansprache machte uns Ossi sehr deutlich, dass das Spiel noch nicht vorbei sei und wir sofort wieder Druck machen müssen und dem Gegner keine leichten Tore gestatten sollten.

Mit Anpfiff setzten wir uns druckvoll in Bewegung und  konnten drei Tore in Folge setzen 15:18, doch Empelde steht nicht ohne Grund auf dem ersten Platz und kämpfte sich wieder ins Spiel zurück. Nach einigen Angriffen stand es 18:18, dann 19:19, 23:19 und 24:21.
Irgendwie schaffen wir es immer wieder uns heranzukämpfen, die Abwehr stand immer besser und auch der Angriff lief wieder etwas runder wir kamen immer wieder bis auf ein Tor heran 25:24, 26:25. Dann stand es 30:27 mittlerweile war auch die Empelder Spielerin Sabrina W. auf dem Spielfeld, es waren noch ca 2 Minuten Restspielzeit, die Empelder erhöhten auf 31:27, wir zogen nach 31:28 jetzt waren es nur noch 1:30 zu spielen es bestand die realistische Chance noch auszugleichen, auf einmal wurden wir hektisch und jeder wollte das nächste Tor werfen, leider auch von wenig ausreichender Wurfposition, die Bälle wurden abgefangen, Tempogegenstoß 32:28, gleiches Spiel, wieder zu früher Abschluss - Gegentor 33:28. Schlusspfiff.
Natürlich kann man im Nachgang sagen: "hätte, wenn und aber" Fakt ist, mit etwas mehr Ruhe und unter Ausnutzung unserer Chancen wäre hier mehr drin gewesen.

Das Spiel ist jetzt abgehakt und wir müssen nach vorne sehen, für den Klassenerhalt müssen wir die Punkte aus den noch verbleibenden Spielen holen und das wird noch hart genug.

Noch ein Satz in eigener Sache, viele Mannschaften haben ihre eigene Homepage auf der sie ihre Spielberichte bringen, so auch Empelde.
Es ist schon etwas verwunderlich, dass aus Sicht der Empelder die Mellendorfer überhart getreu dem Motto "Hau rein" gespielt hätten. Beide Schiedsrichter haben nach dem Spiel erklärt, dass sie sehr erstaunt waren, über das Leistungsvermögen und die Fairness, die beide Mannschaften gezeigt haben. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und der Tabellenführer muss damit leben, dass er von allen anderen Mannschaften "gejagt" wird. Das ist ein ganz normaler Wettkampf und macht unseren Sport so vielseitig und interessant.

Es spielten bis zur Erschöpfung:

Manuela W. (TW), Christiane W. (1), Kerstin D. (2), Vera S. (2), Anne K. (2), Stefanie R. (5), Marion L. (1), Christel S. (1), Vanessa G. (7), Ronja R. (4), Lena B. (3)

An dieser Stelle ein ganz liebes Danke schön an unsere Heike K. die uns wann immer sie Zeit hat, für uns am Kampfgerichtstisch sitzt.


 

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