Bruder gegen Bruder - HSG Herrenhausen-Stöcken 3 zu Gast

20121111 JanOlaf 1 200Am Sonntag empfing die erste Herren den Tabellendritten aus Herrenhausen – Stöcken. Dabei machten uns nicht nur unsere wenig souveränen Auftritte in den letzten beiden Spielen sorgen. Durch die besondere Verbindung der beiden Mannschaften – Heute trafen mit Jan und Olaf Brockmann zwei Brüder als Gegner aufeinander – war uns klar, dass viele unserer Schwächen dem Gegner bekannt sein werden. 

Mit einer gut gefüllten Bank und dem positiven Gefühl eines richtig guten Donnerstagtrainings im Rücken, gingen wir aber hochmotiviert ins Spiel. Das begann auch gleich mit einem wunderschönen Tor über Kreisläufer Jörn. In der Folge wurdedie Partie ein wenig nervös. Technische Fehler bei beiden Mannschaften – vor allem im schnellen Spiel nach vorne – führten zu vielen Angriffswechseln. So konnte sich bis zum 8:8 keines der Teams entscheidend absetzen.

 

Mitte der ersten Halbzeit hatte sich unsere 5:1-Abwehr dann aber wesentlich besser auf den schnell agierenden Rückraum der Gäste eingestellt. Vor allem Björn auf der vorgezogenen Position konnte hier groß Aufspielen und sicherte uns viele Bälle. So konnten wir endlich mal wieder ein schnelles Spiel aufziehen und Tore über den Tempogegenstoß generieren. Sonst machten wir unsere Tore im Wesentlichen durch Einzelaktionen – vor allem Rechtsaußen Daniel H. zeigte uns gleich zweimal, dass auch ein Rechtshänder auf dieser Position schöne Buden schießen kann. Das wir gegen Ende der zweiten Halbzeit nicht entscheidend davonziehen konnte, war alleine unserer mangelnden Chancenauswertung geschuldet. Trotzdem gingen wir mit einem 15:12 in die Pause.

Jedem war zu diesem Zeitpunkt klar, dass sich bis hier 30 Minuten ein schlagbarer Gegner präsentiert hatte.

Den Beginn der zweiten Halbzeit gestalteten wir deutlich positiver, als uns das in den letzten Spielen gelungen war. Zwar fingen wir immer wieder leichte Treffer, konnten aber  - meist durch Einzelaktionen – immer wieder nachlegen. Beim Stand von 18:16 begann dann aber eine unserer Hochphase. Durch richtig viel Biss in der Abwehr zwangen wir die Herrenhausener immer wieder zu Fehlern. Auch bekam jetzt Jan im Tor viele Bälle zu fassen und sicherte uns so Angriff um Angriff. Wir schafften es uns innerhalb von wenigen Minuten auf 22:17 abzusetzen. Statt den Sack an dieser Stelle zu verschnüren und das Spiel zu entscheiden, begann nun wieder eine von extremer Abschlussschwäche geprägte Phase. Nach drei vergebenen Tempogegenstößen hintereinander und mehrere technischen Fehlern verpassten wir es den Vorsprung weiter auszubauen.

Der Gegner kam – auch mit der Unterstützung des Schiedsrichters, der leider in der zweiten Halbzeit seine Linie verlor und unberechenbar Pfiff – wieder ins Spiel und zog auf 25:21 heran. Geschwächt durch 2-Minuten Strafen mussten wir noch einmal um den verdienten Sieg zittern. Mit dem 25:21 in Unterzahl setzten wir einen beruhigenden Vorsprung – leider auch das letzte Tor für uns in diesem Spiel. Wir schafften es das Spiel noch einmal so richtig spannend zu machen. Der Gegner öffnete seine Abwehr zu einen sehr offensiven 3:3-System. Eigentlich immer eine gute Chance einfache Tore zu machen. Leider kamen wir damit überhaupt nicht klar und agierten fahrig und planlos. So verloren wir schnell die Bälle und kassierten im Gegenzug die Treffer. Eine Minute vor Schluss waren die Gäste auf 25:24 heran. Wir hätten nur den Ball für 50 Sekunden in unseren Reihen halten müssen. Doch durch einen sehr optimistischen Pass im Angriff verloren wir 30 Sekunden vor Schluss den Ball und kassierten dazu noch eine 2 Minutenstrafe.

Die Herrenhausener spielten ihre Chance clever aus und konnten nur noch durch ein Foul gestoppt werden. 5 Sekunden vor Schluss - Stand von 25:24 – 7 Meter. Der bis dahin sehr sichere Siebenmeterschütze der Gäste setzte den Ball perfekt ins rechte untere Eck – Doch was wäre ein Bruderduell ohne Helden? Jan Brockmann – in der Zweiten immer besser und besser ins Spiel gekommen – lenkte den Ball mit der Fußspitze um den Pfosten und entfesselte einen Jubelsturm der Mellendorfer.

Wir haben es tatsächlich gepackt!

Auch wenn wir viele Chancen ausließen, das Spiel vorzeitig und klar für uns zu entscheiden, können wir sicher optimistisch auf die nun folgenden Aufgaben im Pokal und in Bemerode gucken!

 

Es spielten: Lars (1), Björn (1), Daniel Hein (7), Daniel Heller (3), Thomas, Lukas (1), Oliver (2), Stefan (3), Jörn (5), Barnd (1), Ulli. Im Tor: Jan & Matthias

 

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