Wie ein Politiker...

Dieser Blog hat scheinbar frappierende Ähnlichkeit mit einer Volksvertretung. Zuerst werden die Wähler(/Leser) mit vollmundigen Versprechungen gelockt und milde gestimmt um dann im weiteren Verlauf durch deren Nichteinlösung enttäuscht zu werden. Die Ausrede widriger Umstände, die eine Verwirklichung der gemachten Pläne verhindern, zieht meist in beiden Fällen nur sehr bedingt.

Jetzt ist aber selbst die vorübergehende Stilllegung die durch Umzugsarbeiten (also im übertragenen Sinne: von Bonn nach Berlin) nicht weiter hinderlich, so dass dieses „Parlament" schleunigst tagen sollte, um die gemachten Versprechen nach und nach einzulösen. Mal sehen, ob der Blog-Stift auf der neuen Homepage des MTV genauso gut schreibt wie auf der alten. Was das Hochladen von Bildern angeht, kann's auf keinen Fall schlimmer geworden sein...

Die Chronologie wird auch weiterhin versuchen so etwas ähnliches wie einen roten Faden zu spinnen, aber sie sei für heute Abend mal außer Kraft gesetzt.
Ich werde in einer knappen Stunde in beispielloser Vorbildfunktion zum Training aufbrechen und das Fernsehsofa Fernsehsofa sein lassen, auch wenn ich mittlerweile von mehreren Personen angesprochen wurde, ob ich denn das Länderspiel mit ihnen schauen wollte. Jetzt wo der Sommer vorbei ist und die Touristenströme in Westschweden auf Rentner-Rinnsale abgeflaut sind, mangelt es wohl an Deutschen um die gefühlte Rivalität auszuleben.
Ein Student in meinem Korridor mit der Erfahrung eines Auslandsstudiums in München hat sich lauthals bereit erklärt Deutschland anzufeuern und gleich mal ein paar böse Worte wie „Vaterlandsverräter" einfangen müssen. Letzteres träfe auf mich ja höchstens zu, wenn ich den Schweden die Daumen drücken würde, aber soweit ist meine Nähe zur Wahlheimat noch nicht gediehen.

Im Übrigen drängen die Ergebnisse vom Freitag die Vermutung auf, dass das Gastspiel der „tre kronor" in Berlin nicht unbedingt eine Überraschung in petto hat. Selbst eingefleischten schwedischen Fußballfans fällt auf, dass eine Diva mit bosnischem Migrationshintergrund und Scheichkohle im Portemonnaie namens Zlatan das einzige und wie ein Mantra wiederkehrende Argument ist, was gegen eine deutliche Abfuhr von Reus und Konsorten spricht.

Mein Gastspiel neulich war indes erfreulich verlaufen, stand doch ein 25:27 Auswärtserfolg in Langenhagen gegen deren Zweite samt Heimschiri für Samstagabend auf dem Programm. Dass inzwischen eine knappe Niederlage gegen Vinnhorsts Zweite und eine Klatsche in Steinwedel dazukam will ich lieber (fast) stillschweigend übergehen.

Mal sehen, wieviele Freiwillige Thomas heute zum Dienstagsturnen am Royé-Platz begeistern kann. Es kann ja nicht jeder ein Vorbild sein...